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ergonomische arbeitshoehe

Komfortzone Küche

Perfekt ist es erst, wenn alles passt

Spülen, Schneiden, Kochen – beim Zubereiten der Lieblingsgerichte verbringen wir viel Zeit in der Küche. Viele Menschen unterschätzen dabei, dass auch die Arbeit in der Küche den Rücken beansprucht. Strecken, Bücken und vielfaches Stoppen belasten den Körper. Nicht verwunderlich, dass sich rund 70 Prozent der Deutschen mindestens schon einmal über einen schmerzenden Rücken beklagten. Ein rückenschonendes Zuhause kann da Abhilfe schaffen: Ergonomische Möbel gibt es mittlerweile für alle Wohnbereiche – auch für die Küche.

„Bei unseren Küchenplanungen spielt die Ergonomie eine wichtige Rolle“, erklärt Meik Grüninger, Küchenverkaufsleiter bei Küchen Hugelmann. „Eine Küche sollte immer genau zu den individuellen Ansprüchen und Gewohnheiten der Menschen passen, die in ihr arbeiten.“ Dabei wirkt sich die ergonomische Planung nicht nur rücken- und gelenkschonend auf den Körper aus, sondern spart Zeit, schafft Platz und verkürzt die Laufwege. Neben Größe und Grundform der Küche ist bei der Gestaltung die Einrichtung von einzelnen Arbeitsbereichen entscheidend.

arbeitsdreieck
Das Arbeitsdreieck beschreibt den Abstand zwischen den Arbeitsbereichen

Planung der Arbeitsbereiche

Die Arbeitsbereiche werden einzelnen Küchenzonen zugeordnet: Bevorraten, Vorbereiten, Kochen und Backen sowie Spülen. „Küchenzonen helfen uns bei der Planung, die Arbeitsbereiche in der Küche zu strukturieren – dabei richten wir uns nach den Gewohnheiten der Nutzer, zum Beispiel ob ein Rechts- oder Linkshänder kocht. So können wir ergonomische und effiziente Wege zwischen den einzelnen Arbeitsabläufen planen“, erläutert Meik Grüninger die ersten Schritte der ergonomischen Planung. Dabei rechtet man sich nach dem Arbeitsdreieck – es beschreibt den Arbeitsweg zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank. Neben der Einteilung in Küchenzonen, um Arbeitswege zu optimieren, ist die richtige Arbeitshöhe für eine ergonomische Küche wichtig.

ergonomische arbeitshöhe
Hoch eingebaute E-Geräte ermöglichen rückenschonendes Arbeiten

Küchenplanung nach Maß

Fleisch zubereiten, im Topf rühren und zwischendurch das Gemüse waschen – die Tätigkeiten in der Küche erfordern verschiedene Anforderungen an unseren Körper. Für mehr Komfort in der Küche und damit Rücken und Gelenke bei der Arbeit möglichst wenig beansprucht werden, empfehlen sich unterschiedliche Arbeitshöhen: Die Arbeitsplatte und der Spülbereich sollten etwas höher sein, wohingegen das Kochfeld abgesenkt wird. „Die individuelle Arbeitshöhe wird über die Ellenbogenhöhe ermittelt“, erklärt Meik Grüninger die unterschiedlichen Höhen, „zehn bis 15 Zentimeter unterhalb des Ellenbogens liegt die optimale Arbeitshöhe. Das Kochfeld wird nach ergonomischen Gesichtspunkten 20 bis 25 Zentimeter tiefer als die Arbeitshöhe angesetzt, damit man es bequem bedienen kann.“

Auch die Elektrogeräte werden bei der ergonomischen Küchenplanung in körpergerechter Höhe geplant: Herd, Geschirrspüler und Co. in Komfort-Höhe erleichtern nachweislich die Handhabung. „Immer häufiger werden wir nach Küchen gefragt, die rückenschonendes Arbeiten begünstigen. Auch die Hersteller haben auf die hohe Anfrage reagiert. Viele bieten Küchenmöbel mit unterschiedlichen Korpushöhen an, sodass die Höhe genau an die Kunden angepasst werden können“, beschreibt Meik Grüninger die wachsende Beliebtheit ergonomischer Küchenplanungen. Mit zum Beispiel einer Korpushöhe von 78 Zentimetern passen sich die Möbel den im Durchschnitt immer größer werdenden Menschen an – dazu kommt, dass dadurch mehr Stauraum entsteht.

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Das Kochfeld wird aus ergonomischen Gesichtspunkten etwas abgesenkt